Kundenfeedback und konstruktive Kritik? Gerne!

Auf Rüsterweg erzählt die sehr unterhaltsam bloggende Kollegin Giselle Chaumien von der Perspektive der Übersetzungsagenturen auf die Zusammenarbeit mit freiberuflichen Übersetzern. Dabei spielen unter anderem “Selbstverständlichkeiten” wie sorgfältige Arbeit, das Verhältnis von Qualität und Preis oder gute Erreichbarkeit eine Rolle. Giselle zitiert auch Anne Baumgart von SDL mit den Worten: Wenn zeitlich möglich, wird der Übersetzer um Nachbesserung gebeten, aber oftmals tun sich die Freiberufler schwer, die Kritik zu akzeptieren. Es ist nun mal so, dass der Kunde bestimmt, was er haben möchte. Ist das tatsächlich für eine signifikaten Anzahl von Kollegen ein Problem?

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Translation isn’t about words — translation is all about words

A recurring statement in the translation industry is that “translation isn’t about words”. To most non-translators, this is somewhat counter-intuitive, because translation is all about words. You take words from one language, do this translation shtick, you get words in another language. Heck, translators even get paid by the word in most countries (except Germany, where we invoice by the “standard line” of 55 characters including spaces)!

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Honorare: pro Standardseite, pro Standardzeile, pro Wort, pro Stunde?

Ich habe früher schon einmal mein Info-PDF zur Standardseite/-zeile verlinkt. Dort findet sich auch eine kleine Anekdote, warum “nennen Sie doch mal vorab eine Hausnummer” bei unbesehenen Texten eine schlechte Idee ist. Jetzt kam das Thema erneut um die Ecke, als ein Kunde mich fragte: “Ein anderes Büro rechnet pro Wort ab, wie kann ich das vergleichen?”

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Adobe® InDesign® DTP-Dateien übersetzen (lassen)

Das native Dateiformat von Adobe® InDesign® mit der Endung .indd ist ein proprietäres Binärformat und kann nicht ohne weiteres von Fremdprogrammen verarbeitet werden. Eine Übersetzung innerhalb von InDesign® würde aber voraussetzen, dass ihr Übersetzer ebenfalls über die entsprechende Programmversion verfügt. Außerdem wäre eine solche Vorgehensweise sehr fehleranfällig und es könnte unpraktikabel und lizenzrechtlich bedenklich sein, ihrem  Übersetzer alle nötigen Fonts und eingebundenen Mediendateien zur Verfügung zu stellen. Mit den InDesign® XML-Exportformaten .inx (CS2 bis CS4) und .idml (ab CS5) funktioniert der translation workflow aber in der Regel reibungslos, ohne dass ihr Sprachdienstleister InDesign® oder eingebundene Inhalte benötigt .

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Inklusive, gegenderte oder auch geschlechtergerechte Sprache

Aktuell gibt es wieder einen Aufschrei (#aufschrei ?) unter KollegInnen, weil in Österreich ein Offener Brief an Bildungs- und Frauenministerin Heinisch-Hosek und Wissenschafts- und Wirtschaftsminister Mitterlehner veröffentlicht wurde, der die “Rückkehr zur sprachlichen Normalität” fordert und ~800 Unterzeichner aus Wissenschaft, Lehre, Justiz und den freien Künsten gefunden hat. Tatsächlich ist inklusive, oder auch gegenderte bzw. geschlechtergerechte Sprache ein relativ junges (erst seit den 1970ern!) normatives Sprachprojekt mit oft ideologisch statt sachlich geführter Argumentation, so wie bei anderen (Anti-)Diskriminierungs-Debatten auch. Fest steht: Die EU hat ihre Mitgliedstaaten auf Antidiskriminierungskurs gebracht, in Deutschland ist dies das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, in Österreich  das Bundes-Gleichbehandlungsgesetz, und auch in vielen Unternehmen wird inzwischen nicht nur bei Ausschreibungen auf gendergerechte Sprache geachtet. Mehr dazu auch in der Wikipedia.

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Ein Komma für die Verständlichkeit

Wenn Kunden die Zielsprache einigermaßen gut sprechen (oder Angestellte, Freunde oder Familienmitglieder haben, die das können), ist es an und für sich intelligent, auf diese Ressourcen zurückzugreifen, um dem Übersetzer auf die Finger zu sehen. Hält er sein Versprechen von der Qualität? In letzter Zeit ist es mir aber mehrfach untergekommen, dass Kunden die gelieferte Übersetzung “verbessert” haben, und zwar um “Kommas, für die bessere Verständlichkeit”. Genau das kann aber im Englischen oder im Französischen eine blöde Idee sein. Warum ich diese Kommas wieder herausstreichen musste, lesen Sie hier.

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