Inklusive, gegenderte oder auch geschlechtergerechte Sprache

Aktuell gibt es wieder einen Aufschrei (#aufschrei ?) unter KollegInnen, weil in Österreich ein Offener Brief an Bildungs- und Frauenministerin Heinisch-Hosek und Wissenschafts- und Wirtschaftsminister Mitterlehner veröffentlicht wurde, der die “Rückkehr zur sprachlichen Normalität” fordert und ~800 Unterzeichner aus Wissenschaft, Lehre, Justiz und den freien Künsten gefunden hat. Tatsächlich ist inklusive, oder auch gegenderte bzw. geschlechtergerechte Sprache ein relativ junges (erst seit den 1970ern!) normatives Sprachprojekt mit oft ideologisch statt sachlich geführter Argumentation, so wie bei anderen (Anti-)Diskriminierungs-Debatten auch. Fest steht: Die EU hat ihre Mitgliedstaaten auf Antidiskriminierungskurs gebracht, in Deutschland ist dies das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, in Österreich  das Bundes-Gleichbehandlungsgesetz, und auch in vielen Unternehmen wird inzwischen nicht nur bei Ausschreibungen auf gendergerechte Sprache geachtet. Mehr dazu auch in der Wikipedia.

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Preparing half-translated bilingual XML for Trados Studio – with XSLT

More and more translation clients, especially in the Web industry, but also in application I18N/L10N, use the versatile XML standard for translation purposes. The market leader of Computer Aided Translation (CAT) Tools, SDL’s Trados Studio, allows to translate XML with an “Any XML” input filter, which includes an assistant that lets you choose which XML tags and attributes will be visible in the editor as “translatables”. Unfortunately, this means that the source strings will be overwritten with the translation — a bad idea if the source file is already bilingual XML that contains source and target language strings in matched tags.

If the target strings are empty, you can easily copy the content over and translate right away. But if the file is already partly translated, things get a bit more tricky, since you don’t want to overwrite existing translations. Worse, if the client happily announces that the source of some of the translated strings has changed, things get more than just a bit tricky. Let’s have a look at how to prepare those files with XSLT!

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Ein Komma für die Verständlichkeit

Wenn Kunden die Zielsprache einigermaßen gut sprechen (oder Angestellte, Freunde oder Familienmitglieder haben, die das können), ist es an und für sich intelligent, auf diese Ressourcen zurückzugreifen, um dem Übersetzer auf die Finger zu sehen. Hält er sein Versprechen von der Qualität? In letzter Zeit ist es mir aber mehrfach untergekommen, dass Kunden die gelieferte Übersetzung “verbessert” haben, und zwar um “Kommas, für die bessere Verständlichkeit”. Genau das kann aber im Englischen oder im Französischen eine blöde Idee sein. Warum ich diese Kommas wieder herausstreichen musste, lesen Sie hier.

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Was heißt denn hier Qualität?

Table Of Content

Es ist mal wieder soweit: In der XING Übersetzer-Lounge ist ein weiterer Thread um die Qualität von Übersetzungen entstanden. Neben den unvermeidlichen Klagen, dass “den Kunden” die Qualität egal sei oder dass die Qualität von Übersetzungen ohnehin nur von Fachleuten (= Übersetzern) angemessen beurteilt werden könne, etc.pp. ad nauseam, sind einige Aspekte genannt worden, wie unsere Kunden die Übersetzungsqualität einschätzen sollen, wenn sie eine der beteiligten Sprachen nicht (ausreichend) beherrschen.
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Trados Studio 2011 und bilinguales XML

Bei Übersetzungen für die IT-Branche bekommt man es unweigerlich auch mit XML-Daten zu tun. Einige davon enthalten Sprachstrings, die mit den Dateifiltern von Trados Studio einfach für die Übersetzung ausgelesen werden können. In diesem Fall wird die Übersetzung genau dort hingeschrieben, wo der quellsprachliche String stand und der Kunde bekommt ohne weiteres die übersetzte XML-Datei. Anders sieht die Sache aus, wenn zwei oder mehr Sprachen vom XML erfasst werden…

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